Buddhismus

Warum bin ich ein Buddhist? Und was für ein Buddhist bin ich?

Ich bin sicher mal kein ordinierter Buddhist.

Ich betrachte mich als der tibetischen Ngakpa Tradition verbundenen Laien. Konkret habe ich mich in diesem Leben mit der Drikung Kagyu Dorje Ling Linie verbunden. Mein Hauptlehrer in dieser Linie ist Lama Kunsang Rinpoche.

Von Lama Kunsang habe ich auf eine berührende Weise die Bedeutung der richtigen Motivation übertragen erhalten. Und ich schätze sein beständiges Fragen, wozu man eine bestimmte Übung, Meditation oder Praxis ausübt. Ich betrachte es als eine Aufgabe das Warum (Motivation) und das Wozu (Ziel) meiner spirituellen Praxis beständig lebendig zu hinterfragen bzw. zu vergegenwärtigen. Denn diese Lebendigkeit schützt mich davor, zu einem mechanischen Papagei oder Affen zu werden, der allein für die Wiederholung lebt.

Ich habe zudem bei Sogyal Rinpoche Kurse und Vorträge besucht. Dieser trägt mit grosser Einfachheit und Klarheit zentrale Anliegen der Lehren des Buddha vor. Er vermittelt auch grundlegende Unterscheidungen in der Ausrichtung der Arbeit. Durch seine Ausführungen habe ich begriffen, dass ich mich vor allem für den Vajrayana Buddhismus Tibets interessiere und diesem verbunden bin.

Mit beiden Linien verbindet mich der Gründer des tibetischen Buddhismus: Padmasambhava.

Buddhismus ist für mich keine Religion auch wenn er als Religion angesehen und praktiziert werden kann. Buddhismus ist für mich ein umfassender Begriff, der sich auf die Inspirationen des Buddha bezieht.

Ich denke, man kann zugleich Buddhist, Christ und Anthroposoph sein. Zumindest wenn man wie ich keiner Konfession angehört. Zudem ist es wichtig, dass man nur Praktiken ausübt, die sich miteinander vertragen. Im Zweifelsfall reduziert man seine Praxis lieber auf eine Quelle wie es die meisten Lehrer spiritueller Praxis empfehlen. Ansonsten ist es wichtig einen Schwerpukt zu setzen. Mein Schwerpunkt ist die Antrhopsophie, denn sie ist der umfassende Ansatz. Ich verstehe und erlebe den Buddhismus und das Christentum aus der Anthroposophie heraus. Zugleich erlebe ich, dass der Buddhismus und das Christentum in mir Grundlagen der Anthroposophie vorgebildet haben.