Denken

Denken ist ein Vorgang vor und vielleicht in der Sprache. Bei Aristoteles habe ich gelesen, dass Denken die Bewegung der Seele sei. Das ist vielleicht noch weniger klar als das Wort „Denken“. Denn was soll „Bewegung der Seele“ eigentlich bedeuten? Was mir daran gefällt ist, dass Denken weder logisch noch sprachlich sein muss. Und „Bewegung der Seele“ bedeutet für mich vor allem dieses: Denken meint eine Bewegung und keinen Zustand. Denken ist kein Programm, sondern Programmieren. Es ist nicht kreativ, es kreiert. Denken ist ein Tun und kein Festhalten. Es ist ein Fluss, den man niemals als denselben wiederfinden kann, auch wenn er derselbe scheint.

Ich bin ein Denkender.

Das könnte von mir sein oder von jemand anderem:

Aller Anfang ist schwer oder leicht oder beides. (tertium datur)

Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin viel klüger als zuvor.

Die Welt ist definitiv nicht genug. Zumindest weder Aussenwelt noch Innenwelt allein.

Wenn Du schon soweit gekommen bist, dann kommst Du auch noch weiter.

Jeder Rückschritt ist ein Fortschritt, nur in eine andere Richtung.

Das ist definitiv nicht von mir. Ich habe es zumindest von jemand anderem:

Don’t bypass your heart. (Phyllis Krystal)